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Wort-und-Wissen-Info 3/2022


Liebe Freunde von Wort und Wissen,

wegen zunehmender Ideologisierung und Emotionalisierung von Medieninhalten und Gesellschaft wird es immer schwieriger, sachliche Diskussionen über brenzlige Themen wie Corona, Umweltschutz oder Abtreibung zu führen.

Elena Bernhard beschreibt diesen Befund unter Bezugnahme auf eine Studie von Scheffer et al. (2021) in PNAS auf wissenschaft.de (18.02.2022): „Im postfaktischen Zeitalter werden individuelle Meinungen und Befindlichkeiten oft stärker gewichtet als rationale Analysen und Fakten. Einer Literaturanalyse zufolge hat dieser Trend schon vor rund 40 Jahren begonnen, lange vor dem Aufkommen sozialer Medien.“

Für uns Christen bedeutet dieser Befund Risiko und Chance zugleich. Das Risiko ist vielleicht offensichtlicher: Postmodern geprägte Menschen denken und argumentieren immer weniger rational (im Gegensatz zu den Beispielen in Apg 9,22; 17,10f & 18,22). Sie ertragen andere Meinungen immer weniger, reagieren darauf empfindlich oder aggressiv und ziehen sich in „Blasen“ unter ihresgleichen zurück. Für Christen wird es schwieriger, den Glauben zu verkündigen, wenn andere schlichtweg „immun“ für rationale Glaubensgründe sind, sich nur auf eigene Erfahrungen verlassen und kein Hinterfragen dulden. Doch hier steckt auch eine Chance: Die Offenheit für unser persönliches Zeugnis über eigene Erfahrungen mit Gott könnte zunehmen (wie in Joh 4,29).

Das Ende der Vernunft? Christsein in der Postmoderne

Postmoderne Sichtweisen sind letztlich eine Reaktion auf den gescheiterten Anspruch, die Welt rein naturwissenschaftlich und ohne Gott erklären zu wollen. Immer mehr Menschen wird bewusst, dass die Welt nicht rein materialistisch ist und sie fragen nach etwas Übernatürlichem. Doch ist der Rückzug aus der Vernunft der falsche Weg.

Im Neuen Testament gehen rationale Nüchternheit und ein gesunder Glaube oft Hand in Hand miteinander (Tit 2,2; 1Thess 5,8). Wir dürfen und sollen unseren Verstand gebrauchen (Spr 1,1f; 4,7). Aber wir dürfen auch wissen, dass unser begrenzter menschlicher Verstand nicht alles fassen kann, und dass Gott viel größer ist (Spr 3,5–7; Ps 92,6f). Gott will uns durch seinen Geist so verändern, dass wir ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft lieben können – und unseren Nächsten wie uns selbst (Mk 12,33). So werden wir zu einem Licht in unserer haltlosen Umwelt (Phil 2,15): Indem wir unter Leitung von Gottes Wort rationale Argumente abwägen, und Andersdenkenden in Klarheit, Liebe und Geduld begegnen (1Petr 3,15f). Durch die Erlösung Jesu dürfen wir uns ganzheitlich verändern lassen – hin zu nüchternem Denken und vertrauensvollem Hoffen auf IHN und seine überragende Gnade (1Petr 1,13). Wir, die SG Wort und Wissen, unterstützen die Ausbreitung dieser guten Nachricht für alle Menschen.

Herzlich, Ihr Benjamin Scholl

Ermutigende Jahrestagung in Rehe

Staunen und Nachdenken über Bombadierkäfer, Umweltverantwortung und die Suche nach Leben im All

Vom 16. bis 19. Juni 2022 nahm die erfreuliche Zahl von etwa 180 Besuchern an der Jahrestagung von Wort und Wissen im Christlichen Gästezentrum Westerwald in Rehe teil. Sie nutzten das verlängerte Wochenende über Fronleichnam, um vertieft über die Schöpfung nachzudenken und erneut über ihren Schöpfer zu staunen. Nach zwei Jahren mit Einschränkungen durfte diese Tagung endlich wieder in gewohnter Form stattfinden, wofür wir Gott sehr dankbar sind. Ein vielfältiges Programm lud dazu ein, sich über ganz verschiedene wissenschaftliche Themen mit Bezug zum christlichen Glauben Gedanken zu machen.

Abb. 1: Hartmut Jaeger predigte ergreifend über den Menschen als Gottes Geschöpf.

Nebst Beiträgen von Mitarbeitern der Studiengemeinschaft standen Vorträge von mehreren mit Wort und Wissen befreundeten Gastrednern auf dem Programm. Dazu gehörte der Physiker Prof. Dr. Andy McIntosh, der die geniale Konstruktion des Bombadierkäfers präsentierte. Der Jurist Prof. Dr. Thorsten Attendorn ging auf die Frage ein, wie Menschen ihre Verantwortung für die Umwelt wahrnehmen können. Als dritter Gastredner befasste sich der Astronom Prof. Dr. Alfred Krabbe mit dem Verhältnis der christlichen Botschaft zur Suche nach Leben im Weltall. Angeregte Fragerunden nach den Vorträgen und am Freitagnachmittag zeugten von dem großen Interesse des Publikums an diesen zum Teil auch kontroversen Themen. Als Veranstalter hoffen wir, dass vielen Teilnehmern geholfen wurde, eine sachliche, differenzierte und biblisch begründete Position in aktuellen Fragestellungen zu finden.

Abb. 2: Der Brite Prof. Andy McIntosh gab einen lehrreichen Einblick in die Vorgänge im Inneren von Bombardierkäfern.

Am Freitag- und Samstagnachmittag konnten die Besucher verschiedene Themen in Wahlseminaren vertieft diskutieren. Das Spektrum reichte vom Vogelzug über antike Ikonographie bis hin zu Parasiten und Viren, so dass jeder ein spannendes Thema gefunden haben sollte. Wer trotz sommerlich hoher Temperaturen eine Exkursion im Freien dem kühleren, aber abgedunkelten Vortragsraum vorzog, konnte sich für eine botanische Exkursion anmelden.

Am Samstagnachmittag fand die jährliche Mitgliederversammlung von Wort und Wissen statt. Hier wurde die Budgetplanung für das Jahr 2022 bewilligt, und es fanden Wahlen von Leitungskreis-Mitgliedern statt. Sechs bisherige Mitglieder stellten sich zur Wiederwahl und wurden für eine zusätzliche Amtsperiode gewählt.

Ein wichtiger Bestandteil der Jahrestagung waren auch die persönlichen Begegnungen, die während der Mahlzeiten und zwischen den Vorträgen gepflegt werden konnten. Gespräche unter den Besuchern, aber auch mit ehrenamtlichen, hauptamtlichen, oder leitenden Mitarbeitern von Wort und Wissen halfen der gegenseitigen Ermutigung für alle Beteiligten. Der Anbetung Gottes, des Schöpfers, dienten von einem Musikteam begleitete Lieder, Andachten und eine motivierende Predigt, die von Hartmut Jäger am Sonntagmorgen gehalten wurde.

Als Veranstalter danken wir ganz herzlich allen, die zum Gelingen der Jahrestagung beigetragen haben. Dazu gehören die Organisatoren, die Redner, das Musikteam, aber auch die Mitarbeiter, welche für die Kinder ein spannendes Parallelprogramm ermöglichten. Ein Dankeschön aber auch den Teilnehmern und Besuchern für ihr Interesse und das zusammengelegte Opfer für die Studiengemeinschaft. Die nächste Jahrestagung wird zeitlich etwas früher, vom 12. – 14. Mai 2023 wieder in Rehe stattfinden. Nach einer verlängerten Tagung dieses Jahr, wird diese turnusgemäß wieder von Freitag bis Sonntag stattfinden. Wir würden uns freuen, Sie auch dann wieder willkommen heißen zu können.

Buchbesprechung zu „Moral ohne Gott?“

Neuerscheinung „Moral ohne Gott?“

Ein sehr lehrreiches Buch über ein altes Problem, das immer aktuell bleibt. Gibt es objektive Moral oder bestimmen die Mächtigen über die Moral? Und wenn es objektive Moral gibt, wie kann sie begründet werden? Eine Rezension von Boris Schmidtgall

Widenmeyer, Markus (2022) Moral ohne Gott. Eine Verteidigung der theistischen Grundlegung objektiver Moral. Studium Integrale, SCM Hänssler, Hardcover, Format 16,5 x 24, 167 Seiten, 14,95 Euro.

Wer kennt das nicht? Menschen beklagen sich über ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz, verurteilen das Verhalten eines Nachbarn aufs Schärfste oder erklären das Schonen der Umwelt für löblich. Manche Menschen üben auch vehemente moralische Kritik am Gott der Bibel wegen Begebenheiten wie dem Gericht über Sodom und Gomorrha oder der kriegerischen Landnahme durch das Volk Israel. Es ist eine tägliche Erfahrung, dass Menschen moralische Urteile fällen, und in Fällen aus ihrer Sicht moralisch verwerflichen Verhaltens Strafen fordern. Und wir empfinden das als selbstverständlich.

So leicht es einem oft fällt, aus dem Bauch heraus moralisch zu urteilen, so schwer kann es sein, ein Urteil solide zu begründen. Dieses Problem war bereits frühen griechischen Philosophen bekannt und beschäftigt viele kluge Köpfe bis heute. Arthur Schopenhauer, ein deutscher Philosoph des 19. Jahrhunderts, brachte es auf den Punkt mit den Worten: „Moral predigen ist leicht, sie begründen dagegen schwer.“ Zu diesem Zweck muss man sich gedanklich eine Ebene höher begeben – in die „Metaethik“ – und über die rationale Rechtfertigung ethischer Systeme nachdenken. Dies hat der Chemiker und Philosoph Dr. Markus Widenmeyer vertieft in seinem neuen Werk „Moral ohne Gott?“ getan und so allen Philosophie-Interessierten ein wertvolles Buch zur Verfügung gestellt.

Wer mit Aussagen wie „Das ist so üblich“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht“ grundsätzlich unzufrieden ist, wird von „Moral ohne Gott?“ reichlich profitieren. Anhand von ergreifenden Beispielen aus der Menschheitsgeschichte wird zunächst die Tragweite der existenziellen Frage, ob eine objektive Moral existiert, thematisiert. Es wird dabei deutlich, dass die klassisch atheistische Position, objektive Moral sei eine Illusion, unhaltbar ist, denn „auch Menschen, die offiziell nicht an eine objektive Moral glauben, leben, denken und sprechen permanent so, als ob ihre moralischen Urteile sinnvoll und berechtigt sind und damit etwas Objektives ausdrücken“ (S. 20).

Im Folgenden werden für die philosophische Diskussion notwendige Begriffe wie „Werte“, „Normen“ oder „Person“ eingeführt und erläutert. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass dieselbe Tat moralisch völlig unterschiedlich bewertet werden kann, je nachdem welches Motiv der Täter hatte. Das bedeutet aber, dass eine entscheidende Komponente für die Bewertung einer Tat rein geistiger, nichtmaterieller Natur ist. Daraus schlussfolgert der Autor, dass moralische Werte und Normen ausschließlich an Personen adressiert und von Personen eingesehen werden können, da diese allein kraft ihres Geistes dafür empfänglich sind.

Anschließend werden verschiedene metaethische moralische Systeme diskutiert und auf ihre Plausibilität hin geprüft. Diese Positionen lassen sich grob unterteilen in solche, die die Möglichkeit der Erkenntnis moralischer Tatsachen bestreiten (Non-Kognitivismus), und solche, die diese Möglichkeit bejahen (Kognitivismus). Wie bereits oben erwähnt, erweisen sich Denksysteme, die eine Erkennbarkeit moralischer Tatsachen ablehnen, als unhaltbar. Daher liegt der Fokus des Buches im weiteren Verlauf auf metaethischen Systemen, die eine objektive Ethik für wahr halten.

Ein aktuell weit verbreitetes ethisches Denksystem, das recht ausführlich diskutiert wird, ist die Diskursethik, die auf der Annahme beruht, dass das Moralische im gesellschaftlichen Diskurs entsteht. Dabei wird angenommen, dass der Mensch Normen voraussetzen muss, um argumentieren zu können. Es wird also davon ausgegangen, dass die Gesellschaft ethische Normen und Werte konstruiert. Die Diskursethik hat jedoch das wesentliche Problem, dass sie einen kollektiven Irrtum nicht ausschließen kann. Und an einer vom Menschen unabhängigen Norm für moralische Richtigkeit kann man sich in der Diskursethik nicht orientieren, da diese ausgeschlossen ist. Zudem hat der Mensch schon oft in der Geschichte unter Beweis gestellt, dass er alles andere als vollkommen ist. Daher scheint es nicht glaubhaft zu sein, dass Menschen von sich aus eine objektive Moral hervorbringen können. Aktuell wird dies an sich ständig verschiebenden Normen im Bereich des Lebensschutzes deutlich. Widenmeyers Analyse erweist sich nicht nur hier als zutreffend. Auch die angesprochene Tendenz zu Diffamierungen und Ausgrenzungen Andersdenkender ist gegenwärtig unübersehbar. Die Diskursethik läuft auf eine Ethik der Mächtigen hinaus und gewährleistet so keinen fairen Diskurs und erst recht keine objektive Moral.

Weitere Denksysteme, die treffend analysiert werden, sind verschiedene Formen des metaethischen Naturalismus. Die Grundannahme hier ist, dass das Moralische eine Folge von Naturgesetzen ist. Dies scheitert jedoch daran, dass physikalische Gegenstände und die Natur generell bezüglich moralischer Bewertungen neutral sind. Es gibt keine Möglichkeit, aus irgendwelchen Naturvorgängen biologischer, chemischer oder physikalischer Art Pflichten, Normen oder Werte abzuleiten.

Den Schwerpunkt des Buches stellen jedoch metaethische Systeme dar, die als Formen des moralischen Realismus bezeichnet werden. Hier wird davon ausgegangen, dass nichtmaterielle moralische Tatsachen unabhängig vom Menschen existieren und nur von ihm entdeckt werden können. Eine prinzipielle Entscheidung innerhalb des moralischen Realismus ist die Verortung des Ursprungs moralischer Tatsachen. Ist Gott dieser Ursprung, handelt es sich um den persönlichen moralischen Realismus (PMR), sind es dagegen abstrakte nichtgeistige apersonale Objekte, spricht man vom apersonalen moralischen Realismus (AMR).

Beiden Ansätzen ist gemeinsam, dass eine weitere Begründung für die Existenz des Ursprungs moralischer Tatsachen nicht möglich ist. Allerdings – und das wird in dem Buch gut nachvollziehbar begründet – erweist sich die theistische Grundlage für die Erklärung des Vorhandenseins von Moral als wesentlich plausibler. Im Unterschied zu den apersonalen Objekten stellt Gott eine Autorität dar, kann in diese Welt eingreifen, durch seinen Geist mit Menschen kommunizieren und ist vollkommen gut.

Das Buch ist anspruchsvoll geschrieben, aber sehr lehrreich. Die Mühe der Lektüre lohnt sich. Wer begründet moralisch urteilen will, findet hier eine gute Denkschule. Außerdem wird ein weiteres starkes Argument für einen intelligenten Schöpfer ausführlich dargestellt.

Moral ohne Gott?
Markus Widenmeyer Moral ohne Gott? 14,95 *

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Buchbesprechung zu „Das Geheimnis der Planeten“

Glaube an Gott beflügelt Wissenschaft

Matthias Mross gibt im Buch „Das Geheimnis der Planeten“ spannende Einblicke in das Leben und die wissenschaftliche Arbeit des berühmten Astronomen Johannes Kepler. Eine Rezension von Reinhard Junker

Matthias Mross: Das Geheimnis der Planeten. Johannes Kepler – sein Leben und Forschen. CV Dillenburg, in Kooperation mit dem VEBS. Taschenbuch, 160 Seiten mit Abbildungen, 7,95 Euro.

Ein lesenswertes Buch! Der Autor Matthias Mross, Mathematiklehrer an der Freien Evangelischen Schule in Lörrach, nimmt seine Leser mit auf eine spannende und bewegende Reise durch das Leben des berühmten Naturforschers und Astronomen Johannes Kepler (1571–1630). Das Buch führt in eine für Menschen von heute fremde Welt. Beispielsweise spielten damals konfessionelle Unterschiede innerhalb der Christenheit eine immens große Rolle; wir können uns das heute kaum vorstellen. Kepler hatte sehr darunter zu leiden und verließ deswegen sogar seine erste Wirkungsstätte Graz. Denn es kam für ihn nicht in Frage, in Gewissensdingen zum Heuchler zu werden. Seiner Mutter wurde der Hexenprozess gemacht und nur mit viel Mühe und großem Einsatz konnte er mithelfen, sie vor der Hinrichtung zu retten. Eindrücklich schildert der Autor, wie Kepler in vorbildlicher Weise mit den schweren Wegführungen und Schicksalsschlägen umgegangen ist, und wie ihn sein christlicher Glaube dabei angeleitet hat. „Kein Schicksalsschlag konnte ihm den Lebensmut rauben“ (S. 7).

Die Überzeugung, dass Gott die Dinge in der Welt lenkt, prägte nicht nur Keplers persönliches Leben, sondern gleichermaßen auch sein wissenschaftliches Arbeiten. Die von ihm entdeckten drei Gesetze der Planetenbewegungen haben heute noch ihre Nützlichkeit. Auch wenn natürlich viele damalige Erkenntnisse längst überholt sind, kann man von Keplers Arbeitsweise auch heute noch lernen. Der chronologische Durchgang durch Keplers Leben stellt in lebendiger Weise vor Augen, unter welchen immer wieder belastenden und einschränkenden Lebensbedingungen der Forscher seine wissenschaftliche Arbeit vorantrieb und sich nicht entmutigen ließ. Trotz seiner wissenschaftlichen Erfolge und Anerkennung blieb er demütig und erkannte die Verdienste anderer Wissenschaftler an.

Ein starker Antrieb für seine geduldige, akribische und oft mühsame Forschung war für Kepler seine Überzeugung von Gott als dem Schöpfer, der alle Naturdinge schön, harmonisch und verständlich eingerichtet hat (S. 44). Er schrieb: „Alles folgt göttlichen Gesetzen, die schön sind und aufs Beste zusammenpassen“ (S. 93). Das Erforschen der Gestirne war für ihn Gottesdienst.

Kepler ist ein Beweis dafür, dass der Glaube an den Schöpfer Wissenschaft beflügelt. Er wollte wissen, warum die Dinge so sind wie sie sind, z. B. warum es – nach damaligem Kenntnisstand – gerade sechs Planeten gab, und suchte dabei zugleich die Spuren von Gottes schöpferischem Geist. Dabei war ihm empirisches Arbeiten wichtig. Hypothesen mussten auf Beobachtungen fußen – nicht auf bloßen Ideen oder auf Schriften von Gelehrten – und sie mussten sich entsprechend bewähren. Er wollte „keine wilden Spekulationen treiben, es musste alles mit den Beobachtungen übereinstimmen“ (S. 94). Und wenn das nicht der Fall war, war er bereit, seine bisherigen Ergebnisse zu verwerfen. Auf diese Weise konnte er das Flickwerk von komplizierten Hypothesen über Epizyklen, mit denen damals die Planetenbewegungen erklärt wurden, durch einfache Naturgesetze ersetzen (S. 50).

Kepler legte Wert darauf, Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten. Das handhabte er in den Beziehungen zu anderen Menschen und ihren Überzeugungen ebenso wie in den wissenschaftlichen Fragen. Dabei ging es ihm besonders auch um Gottes Perspektive; er wollte Gottes Gedanken verstehen, um sie anderen Menschen zu erzählen (S. 122f.). Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit hinterließ er nachhaltige Spuren bei nachfolgenden Wissenschaftlern, über die der Autor im Abschnitt „Nachwirkungen“ berichtet.

Keplers Forschungsinteresse richtete sich nicht nur auf die Himmelskörper, sondern auch auf physikalische Aspekte der irdischen Schöpfung. So beschäftigte er sich zum Beispiel mit der Sechseckigkeit von Schneekristallen und Bienenwaben. Mit der von ihm entwickelten und nach ihm benannten Fassregel gelang es ihm, Volumina verschiedenster Gebilde zu berechnen. Außerdem entwickelte er das sogenannte „Keplersche Fernrohr“, das besser als sein Vorläufer war, so dass man Kepler aufgrund seiner Forschungen auf diesem Gebiet auch als „Vater der Optik“ bezeichnen könnte.

Das Buch von Matthias Mross enthält am Schluss eine Sammlung von Hinweisen für Gemeindeveranstaltungen und den Schulunterricht in den Fächern Mathematik, Physik, Geschichte und Religion. Dazu gehört eine Sammlung von Zitaten von Kepler und aus der Bibel zu den Themen „Glaube und Naturforschung“, „Astrologie“, „Bedrängnis und Verfolgung“, „Hexenprozesse“ und „Berufung“. In diesem Abschnitt geht der Autor auch auf die für heutige Christen irritierende Praxis der Astrologie ein, die auf der Vorstellung beruht, dass der Lauf der Himmelskörper Einfluss auf die irdischen Dinge habe (während es in der Astronomie um Aufbau und Gesetzmäßigkeiten der Himmelswelt geht). Auch Kepler betrieb Astrologie und war überzeugt, dass „eine Prägung des Menschen durch die Gestirne“ erfolgt und forschte in diesen Fragen nach Zusammenhängen. Allerdings lehnte er „den Großteil der astrologischen Regeln“ ab und „warnte davor, sich von astrologischen Prophezeiungen schrecken und lähmen zu lassen“ (S. 139). Der Autor des Buches hält es für naheliegend, dass Keplers unbiblische „Zugeständnisse an die Astrologie“ zeitbedingt waren – Gott schreibt seine (Wissenschafts-)Geschichte eben immer auch mit unvollkommenen Menschen, wenn sich diese ihm mit ihrem Leben anvertrauen.

Matthias Mross beschreibt in seinem durchweg kurzweilig und interessant geschriebenen Buch Johannes Kepler insgesamt als einen in verschiedener Hinsicht vorbildlichen Menschen und Wissenschaftler. Orientierung an der Empirie in Wissensfragen anstelle bloßer Mutmaßungen, differenziertes Abwägen verschiedener Sichtweisen und Bereitschaft zur Korrektur eigener Vorstellungen sind zeitlos nachahmenswert

Das Geheimnis der Planeten
Matthias Mross Das Geheimnis der Planeten 7,90 *

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Evolution ohne Erklärung. Ein Kommentar von Reinhard Junker

Ein bemerkenswerter Online-Beitrag des britischen Guardian thematisiert eine Kontroverse von Evolutionsbiologen, die eigentlich längst geklärt sein sollte: Gibt es überhaupt eine einheitliche Erklärung für Evolution? Reinhard Junker kommentiert den Beitrag.

„So seltsam es klingt, aber die Wissenschaftler kennen noch immer keine Antworten auf einige der grundlegenden Fragen zur Entwicklung des Lebens auf der Erde.“ Diesen Satz hat sicher ein Kreationist geschrieben – denken Sie vielleicht, liebe Leser. Möglicherweise jemand von „Wort und Wissen“? Doch weit gefehlt! Es handelt sich um den ersten Satz eines Ende Juni 2022 veröffentlichten Beitrags im britischen Guardian1 mit der Überschrift „Brauchen wir eine neue Evolutionstheorie?“ Ganz ähnlich titelte schon im Jahr 2014 eine Autorengruppe in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Nature.2 Eigentlich also nichts Neues, aber die Sache ist viel zu wenig bekannt.

Abb. 1: Die Iris unseres Auges hat die Funktion einer Blende und benötigt für ihre Funktion einen ausgefeilten Bau. Evolutionstheorien müssten ihre Entstehung von Grund auf erklären. Eine gültige Erklärung darf nicht erst bei einem Stadium beginnen, wo die Funktion bereits gewährleistet ist. Darauf weisen auch kritische Evolutionsbiologen hin.

Kritisiert wird nichts Geringeres als die auf Charles Darwin zurückgehende Standardvorstellung, wonach Evolution durch Anhäufung winziger Vorteile ablaufe. Eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern halte diese Vorstellung für „absurd grob und irreführend“. Deutlich werde dies beispielsweise bei Hypothesen zur Evolution von Augen. Die Erklärung würde nicht am Anfang, sondern „mitten in der Geschichte“ anfangen: Die Existenz von lichtempfindlichen Zellen, Linsen oder Iris würde als gegeben voraussetzt, ohne zu erklären, woher sie überhaupt stammen. Das Überleben der am besten Angepassten durch natürliche Selektion – das berühmte survival of the fittest – erkläre vielleicht deren Optimierung, nicht aber deren erstmaliges Erscheinen – das arrival.  Und natürlich kommt es erst einmal auf das arrival an. Viele Evolutionsbiologen halten diese Frage tatsächlich für ungeklärt – nicht nur im Hinblick auf die Entstehung von Augen. Das Wirken der natürlichen Selektion und das Auftreten von Mutationen werden zwar genauso wenig bestritten wie die Rolle des Zufalls, wohl aber, dass diese Faktoren die Entstehung evolutionärer Neuheiten – also sozusagen das „Eigentliche“ – erklären. Es brauche eine Erweiterung der Standard-Evolutionstheorie – eine Erweiterte Evolutionäre Synthese (EES).

Allerdings sind viele Wissenschaftler von dieser weitreichenden Kritik ganz und gar nicht begeistert und sehen die Notwendigkeit einer Erweiterung nicht. Manche von ihnen verlassen den Boden einer sachlichen Kontroverse und kanzeln die Dissidenten als „fehlgeleitete Karrieristen“ ab. Man solle dem nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Es fällt auf: Auch innerhalb der Evolutionsbiologie gibt es „Gute“ und „Böse“, und Abweichler riskieren, geächtet zu werden.3

Es steht tatsächlich mehr auf dem Spiel, als man zunächst denken könnte. Denn die vorgeschlagenen Erweiterungen einer EES lassen sich weder untereinander noch mit „natürlicher Selektion“ zu einer einheitlichen Theorie zusammenfassen. Die EES ist ein Sammelsurium verschiedener evolutionstheoretischer Ideen, deren Erklärungskraft zudem fragwürdig ist (vgl. den in der Fußnote2erwähnten Genesisnet-Artikel). Der Traum ist geplatzt, meint der Guardian – und zwar der Traum von einer vereinheitlichenden Theorie, die es den Biologen ermöglichen würde, „sich der Physik und der Chemie im Club der strengen, mechanistischen Wissenschaften anzuschließen, die das Universum auf eine Reihe elementarer Regeln reduzieren“. Dieses Ziel verfolgte bereits Charles Darwin ausdrücklich und meinte, es mit „seiner Theorie“ von der natürlichen Auslese erreicht zu haben. Dabei schien beim 100-jährigen Jubiläum seiner Origin of Species im Jahr 1959 noch alles klar zu sein.

Doch danach wurde im Verlauf der Jahrzehnte immer deutlicher, dass das Ziel einer einheitlichen evolutionstheoretischen Erklärung in Wirklichkeit unerreichbar sein könnte. Dies ahnte offenbar der Evolutionsbiologe Günter P. Wagner an der Yale-University bereits um die Jahrtausendwende, als er schrieb, „bei der Suche nach Erklärungen für evolutionäre Innovationen könnte es absolute Grenzen für das geben, was experimentell bewiesen werden kann.“4 Und zusammen mit zwei weiteren Kollegen stellte er fest: „Ebenso liegen evolutionäre Innovationen außerhalb des Rahmens aktueller Forschungsprogramme.“5 Der Biochemiker Ford Doolittle versucht aus der Not eine Tugend zu machen: In der „postmodernen Ära der Wissenschaft“ gebe es eben keinen Platz für eine einheitliche Evolutionstheorie. Und der Bioinformatiker Eugene Koonin wird im Guardian mit der Aussage zitiert, dass man sich daran gewöhnen sollte, dass die verschiedenen Evolutionstheorien nicht zusammenpassen. Die Vereinheitlichung sei eine Fata Morgana, die es gar nicht geben könne.

Konsequenzen. Wenn aber fraglich ist, ob eine Evolution von Neuheiten in der Biologie experimentell nachvollziehbar ist, ist damit auch in Frage gestellt, dass es überhaupt eine evolutive Erklärung für Innovationen gibt – und folglich auch, ob Neuheiten überhaupt evolutiv entstehen können. Evolutionsbiologen sehen das natürlich nicht so, denn für sie ist es auch ohne Beweise klar, dass Evolution stattgefunden hat. Aber möglicherweise wird der Abschied von einer einheitlichen Erklärung bereits eingeläutet. Dagegen kann die Schöpfungslehre eine solche einheitliche Erklärung bieten: Für keinen organisierten, funktionalen Gegenstand konnte bislang empirisch gezeigt werden, dass er (ausgehend von plausiblen Anfangsbedingungen) mittels geistloser Prozesse entsteht. Vielmehr sind Zielsetzung, Planung und Intelligenz unverzichtbar.

„Schöpfung ohne Schöpfer“

In unserem von Reinhard Junker und Markus Widenmeyer herausgegebenen Sammelband „Schöpfung ohne Schöpfer?“ wird die Erklärungsleistung von Evolutionstheorien ausführlich diskutiert, insbesondere im Beitrag „Gibt es eine naturwissenschaftliche Evolutionstheorie?“. Dort werden auch die Konzepte der EES erläutert und gezeigt, warum auch die neuen Ansätze keine Erklärungen für Innovationen (Makroevolution) bieten.

Anmerkungen

1 Do we need a new theory of evolution? Unter diesem Link finden Sie die Originalzitate. Zitate daraus hier in deutscher  Übersetzung.

2 Laland K et al. (2014) Does evolutionary theory need a rethink? Yes, urgently. Nature 514, 161–164. Kommentar dazu auf Genesisnet: Brauchen wir eine neue Evolutionstheorie?

3 „… anyone who didn’t embrace the modern synthesis – was ostracised.“

4 Wagner GP (2001) What is the promise of Developmental Evolution? Part II: A Causal Explanation of Evolutionary Innovations May Be Impossible. J. Exp. Zool. 291, 305–309; Zitat S. 305.

5 Wagner GP, Chiu CH & Laubichler M (2000) Developmental Evolution as a Mechanistic Science: The Inference from Developmental Mechanisms to Evolutionary Processes. Amer. Zool. 40, 819–831; Zitat S. 822.

Neues auf unseren Internetseiten

Youtube

Die Videoreihe zum neuen Buch von Reinhard Junker „Schöpfung oder Evolution? Ein klarer Fall!?“ wird laufend um weitere Serien erweitert. Aktuell ist die erste Folge zu Kapitel 3 verfügbar unter: Schöpfung oder Evolution – Ein klarer Fall!? | Kapitel 3 – Teil 1: Was leisten Mutation & Selektion?

wort-und-wissen.org

Homininen-Schädel: „Stolpersteine“ des Grundtypmodells? Eine schöpfungstheoretische Deutung der Funde von Dmanisi (Benjamin Scholl). Neue Knochenfunde in Georgien sollen von Übergangsform Affe-Mensch stammen. Der Artikel zeigt, dass die Knochen von echten Menschen stammen und nicht von evolutionären Bindegliedern.

genesisnet.info

Gibt es doch keine neutralen Mutationen? (Dr. Peter Borger) Es hat sich gezeigt, dass auch solche Mutationen schädlich sind, die die Reihenfolge der Aminosäuren in Proteinen unverändert lassen.

Zusammenfassung des Artikels „Homininen-Schädel: ‚Stolpersteine‘ des Grundtypmodells?“ (Benjamin Scholl): http://www.genesisnet.info/schoepfung_ evolution/n299.php

Turmbau zu Babel

Aseba Deutschland e. V., Der Turmbau zu Babel, MORIJA gemeinnützige GmbH, 2022 44 Seiten, großzügig farbig bebildert, geheftet, DIN A 4 quer

Die bekannte Geschichte über den Turmbau zu Babel wird in dieser Broschüre als Bildband dargestellt. Die Bilder sind anhand von neuesten Erkenntnissen der Archäologie erstellt worden. Zusätzlich sind Ausmalbilder enthalten und ein interessanter Artikel zum Thema „Bibel und Archäologie“. Eignet sich zum Vorlesen für kleine Kinder und enthält Lehrreiches für Erwachsene.

 

 

 

STUDIUM INTEGRALE JOURNAL

Das evolutionskritische Magazin

Themen Heft 1 / 2022

  • M. Kotulla: Wie entstanden die Kohlenablagerungen?
  • B. Scholl: Schimpansen leben außerhalb der Steinzeit. Überraschende Neuigkeiten aus der Verhaltensforschung
  • S. Freiburghaus: Das kosmologische Argument für die Existenz Gottes
  • B. Schmidtgall: Die „Sauerstoffkatastrophe“. 3. Biologische Schutzvorrichtungen gegen oxidativen Stress
  • P. Borger: Krabbenaugen-Design: Optimale Nanotechnologie
  • B. Scholl: Schlaue schwäbische Neandertaler
  • R. Junker: Die Gegenvögel der Kreide – Vögel 1.0
  • P. Borger: Evolution der Mehrzelligkeit im Labor: programmierte Anpassung gegen Fressfeinde?
  • H. Binder: Verhaltensänderung bei Ameisen – welchen Einfluss haben Gene?
  • M. Kotulla: „Die schönste Überschiebung der Welt“
  • Schmidtgall: Fossile Mikroorganismen in sehr alten Sedimentschichten?

Streiflichter: Moostierchen – willkommen im „explosiven“ Kambrium-Club • Ausgefeilte flugtaugliche Konstruktion eines Flugsauriers • Bienen-Nahrung – es darf auch Fleisch und Aas sein • Bei Wolfsrudeln in freier Wildbahn gibt es keine Alpha-Tiere • Fliegen geht auch anders • Mini-Schnecke wirft Fragen auf • Gletscher- oder Wassererosion? • Erinnerungen eines Einzelzellers – Gedächtnis ohne Gehirn • Es gibt nichts Besseres als die DNA, um Information zu speichern

Jahresabo (2 Ausgaben; je 56–64 S.): 15,– € (außerhalb D: 19,–) / SFr 23,– (Studenten/Schüler: 10,– €; außerhalb D: 12,– / SFr 15,–); Einzelheft: 8,50 €; älteres Kennenlernexem-plar € 4,– € / SFr 6,– (jeweils inkl. Versandkosten; Bestellung mit beiliegendem Coupon)

Regionaltagung München

19. November 2022 (10–17 Uhr)

Ort: Freie evangelische Gemeinde, Mozartstraße 12, 80336 München

Referenten und Themen

  • Dr. Stefan Koppi : Gehirn, Geist, Gott – Einsichten aus Neurologie und Bibel am Beispiel des visuellen Systems und der Sprache (zwei Vorträge)
  • Dr. Peter Borger : Das Genom im 21. Jahrhundert – Hinweise auf Evolution oder Schöpfung?
  • Dr. Peter Borger : Was sind Viren, und wie passen sie in Gottes gute Schöpfung?

Anmeldung / Infos: Online unter Regionaltagung München oder per email: rt-muenchen@wort-undwissen.de

Tagungskosten: Freiwilliger Beitrag

Apologetik-Tagung

15. Oktober 2022 (15–20:30 Uhr)

Gemeinsame Tagung der SG W+W und des CDK (Christen im Dienst an Kranken)

Ort: Bekennende Evangelische Gemeinde, (BEG) Hannover, Vahrenwalder Straße 185, 30165 Hannover

Referenten und Themen:

  • Dr. Matthias Klaus : Wozu Apologetik? – Den Glauben in Zeiten gefühlter Wahrheiten verteidigen
  • Jonas Koberschinski : Christliche Antworten auf die queer-Bewegung.
  • Dr. Boris Schmidtgall : 1. Schöpfungsindizien aus der Welt der Moleküle; 2. Jedes nach seiner Art? Der Artbegriff und die Grenzen der Evolution
  • Benjamin Scholl: Woher kommt der Mensch? Schöpfungsindizien aus der Verhaltensbiologie von Menschenaffen, Autralopithecinen und Menschen
  • Lukas Nestvogel: Freiheit oder Sicherheit? Wofür es sich zu leben lohnt.

Anmeldung / Infos: Apologetik 2.0 – Neue Argumente und ewige Wahrheiten, E-Mail: info@cdkev.de

Tagungskosten: Freiwilliger Beitrag

Bericht des Schatzmeisters

Vielen Dank

In diesen Tagen bringen die Landwirte ihre Getreideernte ein. Die spannende Frage ist immer, wieviel es sein wird, wie groß die Ernte im Verhältnis zum eingesetzten Saatgut sein wird. Die Bibel sieht aber nicht nur das Verhältnis vom Saatguteinsatz zur erzielten Ernte, sondern auch den Segen für den Geber: „Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten“ (2. Kor 9,6). Wir als Mitarbeiter der Studiengemeinschaft bemühen uns, alle Spenden möglichst „segensreich“ einzusetzen. Den im 1. Halbjahr leicht gestiegenen Einnahmen in Höhe von 256.000 € stehen 284.000 € Ausgaben gegenüber. Wir sind dankbar für weiter steigende Spenden, höhere Erlöse der Medienstelle und wieder mehr stattfindende Veranstaltungen.

Auf der Jahrestagung konnten wir die Teilnehmerbeiträge für Familien mit Kindern reduzieren (ca. 5.000 €). Auch die Vergabe von Stipendien an junge Nachwuchswissenschaftler und die Förderung von Forschungsprojekten (u. a. Prof. Nigel Crompton und Michael Bar-Ron) ist dadurch möglich (ca. 40.000 €). Die segensreiche Ernte verspricht aber Gott auch dem Geber. Möge Gott Sie für Ihre Gebete, Mitarbeit und alle Gaben segnen!

Ihr Schatzmeister Stephan Schmitz