Skip to main content

Die Konvention der Lichtkegel-Gleichzeitigkeit – Eine Lösung für das Problem langer Lichtlaufzeiten


Artikel als PDF-Datei (5 Seiten, 186 KB, Stand: 30.06.2011)

Zusammenfassung:

Die unvorstellbar großen Distanzen im Universum stellen ein Kurzzeitmodell der Kosmosgeschichte angesichts der endlichen Lichtgeschwindigkeit vor gewaltige Herausforderungen. Die in diesem Zusammenhang am häufigsten gestellte Frage lautet: Wie kann uns das Licht von Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien innert einiger tausend Jahre erreichen? Der Artikel „Die Konvention der Lichtkegel-Gleichzeitigkeit“ stellt eine mögliche Antwort auf diese Frage vor, welche von Jason P. Lisle erarbeitet wurde. Sein Ansatz basiert auf dem Umstand, dass die Gleichzeitigkeit zweier räumlich entfernter Ereignisse in der Relativitätstheorie nicht eindeutig festgelegt werden kann. Lisle nützt diese Freiheit aus und schlägt eine Gleichzeitigkeits-Konvention vor, in welcher der Zeitpunkt der Erschaffung der Sterne mit dem Eintreffen von deren Licht auf der Erde zusammenfällt. In dieser Konvention nimmt die Lichtgeschwindigkeit je nach Ausbreitungsrichtung verschiedene Werte an. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht, welches sich auf den Beobachter zubewegt, wird unendlich groß, während sich vom Beobachter wegbewegendes Licht nur mit halber Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.

Mit seinem Artikel deckt Jason Lisle auf, dass das Problem langer Lichtlaufzeiten dadurch zustande kommt, dass die Einstein-Konvention, welche auf einer richtungsunabhängigen Lichtgeschwindigkeit beruht, auf den Schöpfungsbericht angewendet wird. Weil dazu weder aus biblischer noch physikalischer Sicht eine Notwendigkeit besteht, kann er einen eleganten Weg zur Lösung dieses Problems aufzeigen. Diese besteht darin, den Schöpfungsbericht innerhalb der oben skizzierten Gleichzeitigkeits-Konvention zu deuten. Für eine solche Interpretation lassen sich gute biblische Gründe vorbringen. Eingebaut in ein einfaches kosmologisches Modell hat dies zur Folge, dass wir alle Himmelskörper in einem Alter von einigen Tausend Jahren wahrnehmen, was den gängigen Vorstellungen des kosmologischen Standardmodells widerspricht. Hier liegt dann auch die große Herausforderung an sein Modell, nämlich aufzuzeigen, wie dieses mit den aktuellen kosmologischen Beobachtungen in Einklang gebracht werden kann.

Summary (via DeepL)

The unimaginably vast distances in the universe pose enormous challenges to a short-time model of cosmic history, given the finite speed of light. The most frequently asked question in this context is: How can light from galaxies billions of light-years away reach us within a few thousand years? The article “The Convention of Light Cone Simultaneity” presents a possible answer to this question, developed by Jason P. Lisle. His approach is based on the fact that, in the theory of relativity, the simultaneity of two spatially separated events cannot be unambiguously defined. Lisle takes advantage of this flexibility and proposes a convention of simultaneity in which the time of the stars’ formation coincides with the arrival of their light on Earth. Under this convention, the speed of light takes on different values depending on the direction of propagation. The speed of light traveling toward the observer becomes infinitely large, while light moving away from the observer travels at only half the speed of light.

In his article, Jason Lisle reveals that the problem of long light travel times arises from applying the Einstein convention—which is based on a direction-independent speed of light—to the creation account. Since there is no necessity for this from either a biblical or a physical perspective, he is able to present an elegant solution to this problem. This solution consists of interpreting the creation account within the simultaneity convention outlined above. There are sound biblical grounds for such an interpretation. When incorporated into a simple cosmological model, this implies that we perceive all celestial bodies to be a few thousand years old, which contradicts the prevailing notions of the standard cosmological model. This, then, presents the major challenge for his model: to demonstrate how it can be reconciled with current cosmological observations.

Inhalt:

  • Einleitung
  • Gleichzeitigkeit in der Relativitätstheorie
  • Die Lichtkegel-Gleichzeitigkeit und das Schöpfungszeugnis der Bibel
  • Fazit
  • Referenzen