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DVD: „Gottes Schönheit & Darwins Ärger“

DVD Gottes Schönheit & Darwins Ärger (2021), 65 Minuten, Dreilindenfilm Berlin

Nachfolgend eine Rezension von Reinhard Junker:

„Schönheit, um ihrer selbst willen geschaffen, wäre absolut fatal für meine Theorie“, wird Charles Darwin eingangs dieser DVD zitiert.[1] Warum ist das so? Der Grund ist, dass der zentrale Mechanismus gemäß Darwins Evolutionstheorie die natürliche Auslese ist.[2] Natürliche Auslese hat aber nur einen „Sinn“ für das kurzfristig Vorteilhafte, für Dinge, die das Überleben fördern und die Zahl der Nachkommen erhöhen. Schönheit, die dem Überleben nicht dient, oder rein künstlerische Details bei Lebewesen sind daher ein Problem für die Evolutionslehre und ein klares Indiz für einen Schöpfer, der einen Sinn für Ästhetik hat. Dieser Gedanke wird zu Beginn des Films anhand der Pfauenfedern eindrucksvoll illustriert. Extravagante Schönheit, Kunst, Laune, Humor, Raffinesse – all das sind Merkmale einer hohen Intelligenz und gehen weit über das hinaus, was Lebewesen für das Überleben brauchen. Das Pfauenfederkleid ist ein Paradebeispiel für Schönheit ohne erkennbaren pragmatischen Zweck. Es spielt selbst bei der Balz keine besondere Rolle, so dass auch Darwins Konzept der „sexuellen Auslese“ versagt.[3] Kein Wunder, dass Darwin schrieb: „Schon vom bloßen Anblick der Schwanzfeder eines Pfauen wird mir übel.“ Es sind nicht nur die einzigartigen „Augen“ der Federn, die beeindrucken, sondern auch das Muster aller Augen insgesamt, wenn der Pfau das Rad schlägt. Es folgt einem mathematischen Prinzip.

Dem Beispiel der Pfauenfeder folgen neun weitere bunt zusammengewürfelte Episoden über unterschiedliche erstaunliche Phänomene in der Schöpfung: Die faszinierenden Früchte des Reiherschnabels, die sich selbst in den Boden einpflanzen; die Wanderung und das Orientierungsvermögen der Lachse; der ausgeklügelte Bau der Schirmchen der Pusteblume; die Unwahrscheinlichkeit einer zufälligen Entstehung des Lebens; die Zapfen einer Pinienart, deren Samen erst nach Öffnen der Zapfen durch Feuer entlassen werden; Eiskristalle mit ihrem unerschöpflichen Formenreichtum; der Lebenszyklus eines Schmetterlings mit der atemberaubenden Metamorphose; die Rolle des Schnees und der Schwarmflug der Stare, der eine kaum vorstellbare Koordination unter Tausenden Vögeln erfordert.

Der abschließende elfte Beitrag fällt etwas aus dem Rahmen, denn hier geht es unter der Überschrift „Meine einzige Hoffnung“ um die biblischen Aussagen darüber, wie sich Gott als Schöpfer im Buch Hiob (Kapitel 38) offenbart. Der Film endet mit dem Satz aus Psalm 39,8: „Deshalb Herr, worauf richte ich meine Hoffnung. Meine einzige Hoffnung bist Du.“

Damit wird schon deutlich, dass diese DVD anders als die anderen Werke von „Illustra Media“ nicht nur von einem nicht näher bestimmten Designer spricht, sondern diesen ausdrücklich mit dem Gott der Bibel identifiziert. Im Abschnitt über den Schnee kommen weitere biblische Wahrheiten zur Sprache. So wird aufgriffen, dass Schnee in der Bibel auch ein Sinnbild für die Sündenvergebung ist: „Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde … Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee“ (Psalm 51,2+7). Der Zuschauer wird aufgerufen, den Herrn zu suchen, solange er sich finden lässt (gemäß Jesaja 55,6).

Das Thema „Schönheit“ tritt in den meisten Episoden zwar in den Hintergrund, ist aber durch die eindrucksvollen Bilder immer präsent, auch wenn es dann doch auch um zweckvolle Einrichtungen geht. Schönheit und Kunst wird besonders noch am Beispiel der Eiskristalle vor Augen gestellt: „Schneeflocken müssten keine Kunstwerke sein, um ihren Zweck zu erfüllen.“

Die insgesamt elf Kurzfilme sind allesamt sehenswert. Sie entstammen dem „John 10:10-Projekt“, durch welches unter anderem mit kurzen Videos die Menschen auf ihrem Weg mit Gott ermutigt werden sollen, wie es auf der Homepage heißt.

Die DVD „Gottes Schönheit & Darwins Ärger“ können Sie hier bestellen.

Anmerkungen:

[1] Das Zitat findet sich sinngemäß im 8. Kapitel von Darwins Hauptwerk „Über den Ursprung der Arten“.

[2] Das ist weitgehend bis heute so: „Allein die natürliche Selektion ist der Hebel, der Mechanismus oder Prozess, der das evolutionäre Geschehen auf der Erde bestimmt“ (Axel Lange, Evolutionstheorie im Wandel. Berlin: Springer, 2020, S. 4).

[3] Ein instruktiver Text dazu findet sich hier: „Der Schönheit auf den Zahn gefühlt. Geheimnisse des Pfauenrades“.