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„Evokids“ – Evolution in der Grundschule. Eine kritische Analyse


Artikel als PDF-Datei (14 Seiten, 1048 KB, Stand: 08.05.2020)

„Evokids“ – Evolution in der Grundschule

Eine kritische Analyse der Zielsetzung und einiger Unterrichtsmaterialien von „Evokids“ und Ideen für den Unterricht über „Schöpfung“ in Grundschule und Orientierungsstufe

Zielsetzung dieser Ausarbeitung ist es, Weichen zu stellen, damit der Schöpfungsglaube der Kinder geweckt und gefestigt werden und fest bleiben kann, auch angesichts in Wissenschaft, Bildung und Medien vorherrschenden Sicht einer Evolutionsanschauung, die ohne einen aktiv handelnden, eingreifenden Schöpfer auskommen möchte.

Dazu erfolgt zunächst eine kurze allgemeine Situationsanalyse zum Thema „Evolution“ in Medien und allgemeiner Öffentlichkeit. Anschließend wird das Projekt „Evokids“ vorgestellt. Evokids fordert die Aufnahme des Themas Evolution in den Unterricht der Grundschule. Die beispielhafte kritische Analyse von Evokids-Materialien dafür sensibilisieren, welche Inhalte aus dem Bereich Schöpfung / Evolution“ für den Unterricht in Grundschule und Orientierungsstufe wichtig sind, und was Kindern dieses Alters sinnvollerweise überhaupt in einer Weise vermittelt werden kann, dass sie die Lerninhalte auch verstehen können.

Dieses Dokument bringt Erläuterungen zu Folien einer Powerpoint-Präsentation, die bei der Studiengemeinschaft Wort und Wissen erhältlich ist („Schöpfung und Evolution. Praxistipps für Grundschule und Orientierungsstufe“). Auch die weiteren in den nachfolgenden Ausführungen erwähnten Präsentationen können angefordert werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an die Geschäftsstelle.

Aus der Einleitung

Kindern im Grundschulalter und in der Orientierungsstufe kann man das Thema „Schöpfung“ im Bereich Biologie sehr gut nahebringen. Zum einen kann man viele anschauliche Beispiele zeigen, die Kinder verstehen können, zum anderen kann man an der eigenen kreativen Tätigkeit der Kinder anknüpfen. Das ist ein großes Plus gegenüber Bemühungen, Kindern den Evolutionsgedanken nahezubringen. Wir werden sehen, dass Letzteres letztlich darauf hinausläuft, dass die Kinder Dinge lernen sollen, die sie in dieser Entwicklungsphase überhaupt nicht mit ihrer Lebenswirklichkeit zusammenbringen können.

Während „Schöpfung“ für Kinder zugänglich ist, gilt das für die Auseinandersetzung um Schöpfung und Evolution nur sehr eingeschränkt. Für eine wirkliche kritische inhaltliche Auseinandersetzung fehlt in diesem Alter die kognitive Reife. Vieles, was an Für und Wider in den Medien oder der Fachwelt diskutiert wird, können Kinder noch nicht begreifen. Andererseits werden Kinder in der Regel schon im Grundschulalter mit evolutionären Vorstellungen konfrontiert. Und es gibt wachsende Bestrebungen, Evolution als Lerninhalt in Grundschulen zu implementieren („Evokids“). Daher ist es sinnvoll, die Kontroverse um Schöpfung und Evolution anzusprechen. Das gilt auch dann, wenn die Kinder damit noch nicht konfrontiert wurden, denn diese Kontroverse wird früher oder später auf sie zukommen. Dabei ist es sogar angebracht, den Kindern auch so gut es altersgemäß geht, zu erklären, warum Menschen hier ganz verschieden denken. Auch dieser Altersgruppe kann sachlich dargelegt werden, dass es auf diesem Gebiet sehr verschiedene Überzeugungen gibt – natürlich ohne die eigenen biblisch begründeten Überzeugungen in Frage zu stellen.